Absolventenpreis HTW Berlin

Ein Ziel des Vereins ist die Förderung der Bildung und Forschung. Besonderes Anliegen dabei ist, die Zusammenarbeit der an der Hochschule Studierenden mit den Unternehmen der Region zu fördern.

Der Preis ist darauf ausgerichtet, herausragende, in der betrieblichen Praxis anwendbare Ergebnisse zu würdigen. Eine Jury übernimmt für die Freunde und Förderer die Bewertung und gibt einen Vorschlag für den Absolventenpreis.

Die Freunde und Förderer der Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin e.V. verleihen hiermit Herrn Lucas Balcilar den Absolventenpreis für die herausragende Bachelorthesis 

»Prothese 2.0 - Alltagshilfe für körperlich beeinträchtigte Personen« 

Die Freunde und Förderer der HTW Berlin e.V. verbinden mit der Auszeichnung die besten Glückwünsche für die vorbildliche Arbeit und wünschen alles Gute für die Zukunft. 

 

Prothese 2.0

Die Prothese 2.0 ist der Entwurf eines intelligenten Prothesen Konzepts. Sie untersucht die Möglichkeiten der Implementierung intelligenter Technologien und aktueller Forschungsergebnisse in eine Unterarmprothese. Dabei stehen die Identifikation mit der Prothese und deren intuitive Nutzung im Fokus.

Elektrische Prothesen werden durch Muskelsignale gesteuert. Dazu werden Haut- Elektroden, welche Muskelkontraktionen erkennen können, auf der Restmuskulatur des Armstumpfs angebracht. In der Regel können die Nutzer so drei verschiedene Signale an die Prothese geben. Ein Problem dieser Konstellation ist die Auswahl des benötigten Grifftypen. Konventionelle Prothese können zwischen 14 und 36 verschiedene Griffarten ausführen. Durch die begrenzte Anzahl der Muskelsignale, muss der Nutzer also aufwendig zwischen vielen verschiedenen Griffen hin und her Schalten, bis der gewünschte Griff ausgewählt ist. Um die Steuerung intuitiver zu gestalten, nutzt die Prothese 2.0 eine automatisierte Griffauswahl. Dazu analysiert eine Kamera im Handgelenk, die Form des Objekts, nach welchem der Nutzer greifen will. Durch maschinelles Sehen errechnet die Prothese, welcher Griff zur Form des Objekts passt, und wählt diesen aus. Der Nutzer muss dadurch lediglich das Signal zum Zugreifen geben, die aufwendige Auswahl des Griffs bleibt ihm erspart.

Des Weiteren geben die meisten aktuellen Prothesen Modelle kein sensorisches Feedback. Dadurch erleben viele Nutzer ihre Prothese als Fremdkörper und können sich nicht mit ihr identifizieren. Die Prothese 2.0 nutzt deshalb verschiedene Arten an sensorischem Feedback. Durch bestimmte Vibrationsmuster an der Stumpf Muskulatur, werden haptische Illusionen verursacht. Diese basieren auf aktuellen Forschungen von Dr. Paul Merasco an der Cleavland Clinic. Die Illusionen trügen das Körpergefühl des Nutzers und verursachen bei ihm das Gefühl, die Bewegungen der Prothese spüren zu können. 

 

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